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Sensationelle Funde am Moossee

Archäologen bei der ArbeitIn diesem Winter wird das Strandbad Moosseedorf saniert. Das geplante Gebäude soll im archäologischen Schutzgebiet erstellt werden. Daher werden Rettungsgrabungen durchgeführt.

Die prähistorischen Seeufersiedlungen am Moossee zählen seit ihrer Entdeckung vor 150 Jahren zu den bekanntesten Fundstellen der schweizerischen Pfahlbauarchäologie.

Trotzdem überraschend fanden die Archäologen nun viel Material und konnten weitere Erkenntnisse daraus schliessen: 

 

Steg zum Dorf

Der Bohlenweg: Der Zugang zum Dorf erfolgte über einen Prügel-  und Knüppelweg, der aus Rundhölzern und behauenen Bohlen gebaut wurde. Die Hölzer sind gut erhalten, denn der Boden am Moossee ist feucht geblieben und nicht wie bei anderen Fundstätten ausgetrocknet. Es handelt sich um den ersten Bohlenweg, der im Kanton Bern gefunden wurde.

  

 

 

 

Einbaum

Einbaum: Im letzten Abschnitt der Grabungen wurde ein Einbaum entdeckt. Das Wasserfahrzeug ist aus einem Lindenstamm gefertigt. Kein alltäglicher Fund. Seit 20 Jahren wurde im Kanton Bern kein Einbaum mehr gefunden. Zurzeit stellt die ETH Zürich das Alter des Fundes fest. Die bisher ältesten Einbäume stammen aus der Zeit von 4'300 bis 4'000 v. Chr. Vielleicht ist dies das älteste Schiff der Schweiz.

 

 

 

Zugehörige Medienartikel:

BZ-Artikel vom 29. August 2011
SF-Artikel vom 5. September 2011
BZ-Artikel vom 5. September 2011
Artikel Kanton Bern vom 5. September 2011
Bund-Artikel vom 6. September 2011

 

 

 
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